Good Morning Pets

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Zwischen Tierarzt und Hundetrainer

Transkript

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00:00:06: Speaker: Hallo, Da sind wir wieder bei Good Morning Pets.

00:00:08: Speaker: Ich bin Catharina und ich bin Kristina.

00:00:11: Speaker: Wir sind Hundetrainerin und

00:00:12: Speaker: Tierärztin und erzählen uns jede

00:00:14: Speaker: Woche all das, was uns betrifft,

00:00:16: Speaker: euch betrifft, vor allem unsere

00:00:18: Speaker: Tiere, betrifft eigentlich und

00:00:21: Speaker: meistens über die felligen

00:00:23: Speaker: Freunde, manchmal über die

00:00:24: Speaker: Schuppigen, wenn die fälligen

00:00:25: Speaker: krank sind.

00:00:25: Speaker: Oder die Fische und die Fedrigen.

00:00:28: Speaker: So. Letzte Woche haben wir uns erzählt über Du hast mich

00:00:34: Speaker: geschlagen am Ende der Folge.

00:00:36: Speaker: Ich schlage dich öfter.

00:00:38: Speaker: Weswegen habe ich dich denn diesmal geschlagen?

00:00:40: Speaker: Au!

00:00:41: Speaker: Ach ja?

00:00:44: Speaker: Weil du das nicht angekündigt hast, dass du mich schlägst.

00:00:47: Speaker: Aua!

00:00:48: Speaker: Das ist so gemein.

00:00:49: Speaker: Genau deswegen.

00:00:50: Speaker: Warum?

00:00:51: Speaker: Ankündigungen fürs Tier wichtig

00:00:52: Speaker: sind, wenn man unangenehme

00:00:54: Speaker: psychische und physische Dinge

00:00:57: Speaker: folgen lässt.

00:00:58: Speaker: So genau.

00:00:59: Speaker: Es ging gar nicht um Schlagen.

00:01:02: Speaker: So. Vorsicht!

00:01:02: Speaker: Du kriegst jetzt in die Fresse.

00:01:03: Speaker: Sondern.

00:01:04: Speaker: Ja, genau.

00:01:05: Speaker: Aber ihr hört ja noch mal rein,

00:01:06: Speaker: wenn ihr es nicht nicht

00:01:07: Speaker: mitgekriegt habt.

00:01:08: Speaker: Genau.

00:01:08: Speaker: Und diese Woche machen wir noch

00:01:09: Speaker: ein Thema, was im Moment sehr

00:01:12: Speaker: viral geht.

00:01:13: Speaker: Eigentlich finde ich als neuer Trend, oder?

00:01:15: Speaker: Es betrifft uns jetzt erst, dass wir es mehr sehen.

00:01:18: Speaker: Das weiß ich nicht und dementsprechend haben wir auch

00:01:19: Speaker: irgendwie ein bisschen den Wunsch, darüber zu reden.

00:01:21: Speaker: Trifft es das wahrscheinlich?

00:01:23: Speaker: Ja, gut.

00:01:24: Speaker: Aber bevor es hart ans Eingemachte geht.

00:01:27: Speaker: Fun Fact Frau Pause, haben Sie

00:01:28: Speaker: einen Fun Fact für uns

00:01:29: Speaker: vorbereitet?

00:01:30: Speaker: Fun Fact der Woche Wir haben über den Dax uns informiert.

00:01:35: Speaker: Ja, der Dax ja, die DAX nicht anders als Catharina.

00:01:38: Speaker: Passt auf.

00:01:39: Speaker: So?

00:01:40: Speaker: Der macht nämlich in seiner

00:01:41: Speaker: Wohnung richtig gründlich

00:01:43: Speaker: sauber.

00:01:44: Speaker: Nicht so wie ich.

00:01:45: Speaker: Also der Dax, der hat ja sehr

00:01:48: Speaker: verwinkelte große Bauten und

00:01:51: Speaker: wohnt.

00:01:51: Speaker: Kann man, sagt man auch Gänge und Kammern.

00:01:54: Speaker: Richtig.

00:01:54: Speaker: Kammern?

00:01:54: Speaker: Ja, wieso?

00:01:55: Speaker: Wieso Zimmer?

00:01:55: Speaker: Dann Flure und Zimmer.

00:01:57: Speaker: Wohnzimmer.

00:01:57: Speaker: Schlafzimmer.

00:01:58: Speaker: Drei Zimmer.

00:01:58: Speaker: Küche.

00:01:59: Speaker: Bad.

00:01:59: Speaker: Genau.

00:02:00: Speaker: Nur mit noch mehr Zimmern als drei Zimmer.

00:02:01: Speaker: Küche, Bad, glaube ich.

00:02:02: Speaker: Aber die polstern das alles immer schön aus mit mit Gräsern

00:02:07: Speaker: und Heu und Blättern und allem, was man so findet.

00:02:10: Speaker: Und das wird regelmäßig

00:02:12: Speaker: rausgeräumt und dann wie gefegt

00:02:14: Speaker: und dann kommt wieder Frisches

00:02:15: Speaker: rein.

00:02:15: Speaker: Damit es nicht stinkt.

00:02:17: Speaker: Verrückt, oder?

00:02:17: Speaker: Es ist verrückt.

00:02:18: Speaker: Ja. Ist auch aufwändig.

00:02:20: Speaker: Ja, weil in dem Zusammenhang können wir nämlich auch sagen,

00:02:23: Speaker: wie aufwendig das ist.

00:02:24: Speaker: Weil das, was wir beide schon

00:02:26: Speaker: wussten, aber auch lustig finden

00:02:28: Speaker: ist, dass Dachse tatsächlich ja

00:02:30: Speaker: ihre Bauten über viele, viele

00:02:31: Speaker: Generationen weitergeben.

00:02:33: Speaker: Ja, sie haben das Wohnhaus quasi

00:02:35: Speaker: von den Eltern und Ureltern und

00:02:36: Speaker: die ganzen Clans und die

00:02:38: Speaker: erweitern das dann höchstens

00:02:39: Speaker: noch.

00:02:39: Speaker: Und man geht davon aus, dass die Eltern ältesten Dachsbauten

00:02:43: Speaker: mehrere Jahrhunderte weitergegeben wurden, sogar.

00:02:46: Speaker: Ja, das finde ich exorbitant.

00:02:49: Speaker: Und dann haben wir tatsächlich uns gefragt wie groß?

00:02:52: Speaker: Weil das sind ja riesige

00:02:54: Speaker: Anlagen, das ist ja richtig so

00:02:55: Speaker: eine unterirdische Stadt fast

00:02:58: Speaker: die, die bauen, wie lange die

00:02:59: Speaker: sind.

00:03:00: Speaker: Und man hat den größten Dachsbau, den man gefunden hat.

00:03:03: Speaker: Der hat also fünfzig Zimmer, also eher so Schloss Belvedere

00:03:07: Speaker: oder Bellevue oder ist Schloss Bellevue, hat ein hundert acht

00:03:11: Speaker: und siebzig Eingänge.

00:03:12: Speaker: Aber Bellevue hätte ja die

00:03:14: Speaker: schöne Aussicht, Die hast du da

00:03:15: Speaker: unten natürlich jetzt nicht,

00:03:16: Speaker: nicht.

00:03:17: Speaker: Es gibt so Maulwurf Kinderlieder, wo die klingen so,

00:03:19: Speaker: als wäre es da unten gut und.

00:03:22: Speaker: Und er hat insgesamt fast einen Kilometer Tunnellänge, um das

00:03:26: Speaker: Ganze zu verbinden.

00:03:27: Speaker: Wie viele Dachse wundern da drin?

00:03:28: Speaker: Eine ganze Familie.

00:03:29: Speaker: Wahrscheinlich wie.

00:03:30: Speaker: Wie bei den Menschen auch ein Monarch?

00:03:32: Speaker: Nein, Die anderen in den Staub und die Putzkolonne.

00:03:39: Speaker: Der fetteste Dachs sitzt in der

00:03:40: Speaker: Mitte und lässt das alles

00:03:41: Speaker: machen.

00:03:42: Speaker: Super.

00:03:42: Speaker: So sieht's aus.

00:03:43: Speaker: Ja, Ja.

00:03:45: Speaker: Also.

00:03:45: Speaker: Finde ich toll.

00:03:45: Speaker: Ich finde das toll.

00:03:46: Speaker: Ich sehe sie zu selten.

00:03:48: Speaker: Ich würde sie sehr viel gerne lieber.

00:03:50: Speaker: Heute ist mein Deutsch nicht ganz korrekt.

00:03:51: Speaker: Ich habe aber gelernt.

00:03:53: Speaker: Chinesisch von Schulhund Oskar.

00:03:55: Speaker: Also von der Steffi habe ich heute gelernt, dass das ab der

00:03:57: Speaker: siebten Klasse ganz normal ist, dass man pubertär verblödet.

00:04:00: Speaker: Die siebte Klasse hinaus.

00:04:01: Speaker: Vielleicht ist ja nicht wiedergekommen.

00:04:03: Speaker: Okay.

00:04:06: Speaker: Genau in diesem Sinne.

00:04:09: Speaker: Da wir heute nochmal über etwas sprechen, was auch Verhalten

00:04:12: Speaker: betrifft, lehne ich mich schon mal gemütlich zurück.

00:04:16: Speaker: Oder ich mache den Einstieg.

00:04:17: Speaker: Ist mir egal.

00:04:18: Speaker: Nein, ich lasse dich reden.

00:04:20: Speaker: Heute wollen wir nämlich reden

00:04:22: Speaker: über diesen absolut seltsamen

00:04:25: Speaker: Erziehungstrend.

00:04:26: Speaker: Ich sage es jetzt einfach so Es

00:04:27: Speaker: ist eine politisch bedingt

00:04:29: Speaker: korrekte Folge, dass alles, was

00:04:33: Speaker: das Tier schön findet, leider

00:04:36: Speaker: missgedeutet wird.

00:04:37: Speaker: Zwischen Stress und Freude.

00:04:39: Speaker: Und dass man extrem viele Dinge vermeidet, nicht mehr tut oder

00:04:44: Speaker: unterbindet, die auch Freude bereiten könnten oder schön

00:04:47: Speaker: wären, weil ja alles Stress ist und alles am Ende ganz schlimm.

00:04:51: Speaker: Das muss nämlich funktionieren.

00:04:52: Speaker: Das Tier.

00:04:53: Speaker: Und das läuft anders, nicht?

00:04:54: Speaker: Oder wie?

00:04:55: Speaker: Siehst du.

00:04:55: Speaker: Wo kommt das her?

00:04:57: Speaker: Berichte ein bisschen von dem Trend.

00:04:59: Speaker: Einfach was dahinter steckt, oder?

00:05:01: Speaker: Weil ich glaube schon, dass du auch beschreiben kannst, welche

00:05:04: Speaker: Idiotie dahinter steckt.

00:05:06: Speaker: Warum man glaubt, dass das eine gute Idee ist.

00:05:09: Speaker: Gute Frage.

00:05:10: Speaker: Also ich glaube immer noch, dass

00:05:12: Speaker: hinter den meisten

00:05:13: Speaker: Schwurbeltheorien ja doch

00:05:15: Speaker: irgendwo was RudelführerGedöns

00:05:18: Speaker: artiges steckt.

00:05:19: Speaker: Immer.

00:05:20: Speaker: Du glaubst nicht, wie oft mir jemand erzählt vom Rudelführer

00:05:22: Speaker: in der Praxis?

00:05:23: Speaker: Jeden Tag.

00:05:24: Speaker: Oh, wie schön.

00:05:25: Speaker: Ja dann.

00:05:25: Speaker: Dann kennst du das ja auch, das Elend.

00:05:27: Speaker: Also das ist halt.

00:05:28: Speaker: Ich glaube, dass das immer

00:05:30: Speaker: irgendwie die Wurzel allen Übels

00:05:31: Speaker: ist, dass ich das noch nicht

00:05:33: Speaker: rumgesprochen hat.

00:05:34: Speaker: Das ist halt kein Rudelführer

00:05:36: Speaker: gibt und dass wir nicht mal ein

00:05:38: Speaker: Rudel sind.

00:05:38: Speaker: Das finde ich auch lustig.

00:05:40: Speaker: Ich kriege auch immer noch so.

00:05:41: Speaker: Ja und der Rudelführer bei uns ist und wenn der hier bei uns im

00:05:45: Speaker: Rudel ist und ich korrigiere halt auch nicht jeden.

00:05:48: Speaker: Ich bin ja nur manchmal Klugscheißer, nicht immer und

00:05:51: Speaker: denke mir nur ihr habt hier gar nichts mit Rudel zu tun.

00:05:54: Speaker: Und wenn, wärst du ganz

00:05:55: Speaker: sicherlich nicht der Kopf des

00:05:56: Speaker: Ganzen.

00:05:56: Speaker: Sonst frag doch einfach mal, ob

00:05:57: Speaker: die sich auch mit ihrem Hund

00:05:58: Speaker: paaren.

00:05:59: Speaker: Mal gucken, was sie dann sagen.

00:06:00: Speaker: Weil in einem normalen Rudel

00:06:02: Speaker: wäre das ja wahrscheinlich auch

00:06:03: Speaker: wieder mehr Menschen tun, als

00:06:05: Speaker: man denkt.

00:06:05: Speaker: Das will ich gar nicht wissen.

00:06:07: Speaker: Nein, das Thema schneiden wir

00:06:08: Speaker: nicht an, aber das ist einfach

00:06:09: Speaker: nur mal klarzumachen, was ein

00:06:11: Speaker: Rudel ist.

00:06:11: Speaker: Das ist ein gewachsener

00:06:12: Speaker: Familienverband und nicht mit

00:06:14: Speaker: Sex So.

00:06:17: Speaker: Genau.

00:06:18: Speaker: Und wir wollen sowas nicht mit unseren Hunden.

00:06:21: Speaker: Also wir leben mit einer ganz anderen Spezies als soziale

00:06:25: Speaker: gemischte Gruppe zusammen.

00:06:27: Speaker: So oder so würde ich das jetzt mal definieren.

00:06:31: Speaker: Es gibt keine Anführer, es gibt Leithammel.

00:06:33: Speaker: Würde mein Vater lustig sagen.

00:06:36: Speaker: Also es gibt immer situationsbezogen halt.

00:06:39: Speaker: Der eine hat das Talent und das kann er ausleben.

00:06:41: Speaker: Und so weiter und so fort.

00:06:42: Speaker: Aber es gibt nicht auch, wo sich Tiere dann daran orientieren,

00:06:45: Speaker: wenn es stressig wird.

00:06:46: Speaker: Dann gehe ich eher zu Catharina, Wenn es um das geht, gehe ich

00:06:50: Speaker: eher zu dem Ja, schon.

00:06:51: Speaker: Das schon.

00:06:52: Speaker: Also so situationsbezogene Ressourcen, situationsbezogene

00:06:55: Speaker: Leittätigkeiten gibt es auch.

00:06:57: Speaker: Ganz ehrlich haben wir ganz normal sozial.

00:07:00: Speaker: Auch wenn ich zu Mutti gehe und

00:07:02: Speaker: frage für Kino und zu Papi und

00:07:04: Speaker: frage für was anderes, dann ist

00:07:06: Speaker: das auch situationsbezogene

00:07:08: Speaker: Leitfunktion in einem

00:07:10: Speaker: gewachsenen Familienverband.

00:07:11: Speaker: Dann fragt sie Nein, aber das weiß man ja.

00:07:14: Speaker: Man selber fragt auch.

00:07:16: Speaker: Man hat auch Freundschaften mit

00:07:17: Speaker: verschiedenen Menschen zu

00:07:18: Speaker: unterschiedlichen Zwecken.

00:07:20: Speaker: Ja so, die haben den Zweck des

00:07:23: Speaker: Podcasts, oder wo ist das tiefer

00:07:26: Speaker: gehen?

00:07:27: Speaker: Ich glaube, es ist tiefer gehen.

00:07:28: Speaker: Ja, weil wir uns vor Podcast kennengelernt haben.

00:07:31: Speaker: Gott sei Dank.

00:07:33: Speaker: So, ich mochte dich schon vorher.

00:07:35: Speaker: Kick zurück.

00:07:36: Speaker: Das ist der große Unterschied.

00:07:37: Speaker: Es gibt kein Rudel.

00:07:38: Speaker: Also die schwurbelt Theorie gründet.

00:07:40: Speaker: Darin sagst du, dass man denkt Ich König, du Fußvolk.

00:07:43: Speaker: Ja so.

00:07:44: Speaker: Und dass der Hund halt irgendwie

00:07:45: Speaker: zu funktionieren hat, ist halt

00:07:48: Speaker: einfach.

00:07:49: Speaker: Finde ich halt auch sehr gemein, weil der Hund als das, was er

00:07:53: Speaker: ist, nämlich ein Hund, gar nicht mehr wirklich wahrgenommen wird.

00:07:56: Speaker: Das soll jetzt auch gar nicht abwertend klingen.

00:07:59: Speaker: Ich wäre der allerletzte Mensch

00:08:00: Speaker: auf der Welt, der sagt, das ist

00:08:02: Speaker: nur ein Hund ist, weil der Hund

00:08:05: Speaker: für mich, mein Hund zumindest

00:08:06: Speaker: einen höheren Stellenwert hat,

00:08:08: Speaker: als als es manchen Leuten lieb

00:08:10: Speaker: wäre.

00:08:10: Speaker: Aber es ist halt so es hat nichts damit zu tun, dass ich

00:08:14: Speaker: ihn jetzt abwerte.

00:08:16: Speaker: Das ist nur ein Hund, sondern es ist halt ein Hund mit seinen

00:08:18: Speaker: eigenen Bedürfnissen, der in seiner eigenen Welt lebt und die

00:08:22: Speaker: Umwelt auch ganz anders wahrnimmt als wir.

00:08:24: Speaker: Und ich habe mir den ja ins Haus geholt, also muss ich mich

00:08:28: Speaker: anpassen und nicht der Hund.

00:08:30: Speaker: Weil das ist halt auch immer so ein Ding.

00:08:31: Speaker: Natürlich muss und dabei sprechen wir nicht von Sitz und

00:08:33: Speaker: Platz und normalen Sachen.

00:08:35: Speaker: Wir sprechen davon, dass es

00:08:37: Speaker: nicht sein natürliches Habitat

00:08:38: Speaker: ist.

00:08:39: Speaker: Ja, und ich habe Ja, ich habe mir das ausgesucht und ich finde

00:08:43: Speaker: diese Idee, dass sich der Hund in mein Leben quetschen muss.

00:08:46: Speaker: Irgendwie.

00:08:47: Speaker: Egal wie, ich meine, er muss sich anpassen, keine Frage.

00:08:51: Speaker: Wenn er in der Beziehung.

00:08:52: Speaker: Sobald man mit irgendeinem anderen zusammenlebt, muss sich

00:08:54: Speaker: ja jeder irgendwo anpassen oder irgendwo mal zurückstecken.

00:08:58: Speaker: Oder man entscheidet über die

00:09:00: Speaker: Tapete gemeinsam, die im

00:09:02: Speaker: Wohnzimmer angeklebt wird oder

00:09:04: Speaker: so, aber letztlich muss man

00:09:06: Speaker: vielleicht auch mal Kompromisse

00:09:07: Speaker: eingehen.

00:09:08: Speaker: Und ich kann nicht mir einen

00:09:09: Speaker: Hund anschaffen, der seine

00:09:10: Speaker: Bedürfnisse hat.

00:09:11: Speaker: Meinetwegen jetzt nach Bewegung oder nach.

00:09:13: Speaker: Stell dir vor, ich würde Wölfe verbieten zu schnüffeln.

00:09:16: Speaker: Ja, weil das echt abgefahren lästig ist.

00:09:19: Speaker: Manchmal.

00:09:20: Speaker: Genau.

00:09:21: Speaker: Wir haben noch darüber gesprochen, dass ich jemanden

00:09:23: Speaker: kenne, wo der Spanier damals vor ein hundert Jahren durch eine

00:09:26: Speaker: Begleithundeprüfung durchgefallen ist, weil er zwar

00:09:28: Speaker: super bei Fuß ging und alles gemacht hat, aber eben

00:09:32: Speaker: ununterbrochen die Nase am Boden hatte und da natürlich nicht

00:09:35: Speaker: drauf angeguckt hat.

00:09:38: Speaker: Ja, also solche Regeln sind

00:09:40: Speaker: irgendwie absurd, wenn man alle

00:09:43: Speaker: Rassen über einen Kamm schert

00:09:44: Speaker: und sagt das muss genau so

00:09:46: Speaker: gemacht werden, weil es geht ja

00:09:48: Speaker: nicht darum, wie der jetzt den

00:09:50: Speaker: Kopf hält.

00:09:51: Speaker: Ich meine, das ist ja irgendwie

00:09:54: Speaker: Quatsch, was er was wir von ihm

00:09:56: Speaker: wollen in seinem Rahmen, wie es

00:09:57: Speaker: geht.

00:09:57: Speaker: So, und jetzt kommt diese abstruse Theorie.

00:10:01: Speaker: Ich hatte ja letztes Mal schon quasi angeteasert, die werde ich

00:10:04: Speaker: jetzt nicht noch mal sagen mit dieser unsäglichen Spaziergangs

00:10:07: Speaker: Situation, Freude, Freude, Freude etc. angebunden, Die

00:10:11: Speaker: gehört ja auch in diese Gruppe rein mit dazu.

00:10:13: Speaker: Ja, also dass ich einen Hund

00:10:15: Speaker: quasi nicht mehr freuen darf und

00:10:17: Speaker: möglichst keine Emotionen zeigen

00:10:19: Speaker: darf.

00:10:19: Speaker: Also dass ein Hund auch andere Emotionen ja nicht zeigen darf.

00:10:22: Speaker: Also wenn er irgendetwas nicht

00:10:23: Speaker: möchte, darf er ja eh schon

00:10:25: Speaker: nicht.

00:10:25: Speaker: Das darf er auch nicht.

00:10:26: Speaker: Das ist ja schon ganz vorbei.

00:10:27: Speaker: Wenn ein Hund knurrt, gibt er

00:10:28: Speaker: meistens sofort eins auf den

00:10:29: Speaker: Rüssel.

00:10:30: Speaker: Dann lernt der Hund natürlich Knurren.

00:10:31: Speaker: Ist soll ich nicht gleich beißen?

00:10:34: Speaker: Ich hatte das missverstanden.

00:10:36: Speaker: Eine Vorwarnung.

00:10:37: Speaker: Okay, hab ich gesagt über den Vorwarnungen.

00:10:39: Speaker: Aber dass auch diese ganze Freude im Grunde genommen beim

00:10:43: Speaker: Hund rausgenommen wird.

00:10:44: Speaker: Also wenn ein Hund lustig Kreisel rennt, dann ist das

00:10:48: Speaker: scheiße, weil er soll ja nur neben dem oder am besten noch

00:10:50: Speaker: hinter dem Menschen herlaufen, weil der ist ja der Anführer und

00:10:53: Speaker: der muss hinterherdackeln oder so solche Geschichten.

00:10:57: Speaker: Ich freue mich auf einen Spaziergang.

00:10:59: Speaker: Ich frag mich dann immer, wo dann der Sinn ist.

00:11:01: Speaker: Ich glaube, der Sinn ist, dass

00:11:03: Speaker: behauptet wird, wenn der Hund

00:11:05: Speaker: ausrastet vor Freude, bisschen

00:11:07: Speaker: schreit, bisschen rennt, nicht

00:11:10: Speaker: ansprechbar genug ist oder nicht

00:11:12: Speaker: kontrollierbar genug.

00:11:13: Speaker: Irgend sowas muss dahinter stehen, Kontrollierbar genug

00:11:16: Speaker: oder nicht vorhersehbar genug.

00:11:18: Speaker: Und wie es nach außen wirkt.

00:11:19: Speaker: Wenn ein Hund das auch.

00:11:21: Speaker: Ich glaube schon, dass das viele

00:11:23: Speaker: Menschen einen Hund, der

00:11:24: Speaker: irgendwie mit hängenden Ohren

00:11:25: Speaker: und hängenden Schwanz hinter

00:11:26: Speaker: einem herschleicht, als super

00:11:28: Speaker: erzogen wahrnehmen.

00:11:29: Speaker: Und das ist ein Spiel, der irgendwie einen großen Bogen

00:11:33: Speaker: übers Feld galoppiert und dabei seinen Schwanz jagt oder so.

00:11:36: Speaker: Das muss er vielleicht nicht.

00:11:37: Speaker: Schwierig, aber dann pfeifst du

00:11:39: Speaker: einmal Und er steht Gewehr bei

00:11:40: Speaker: Fuß.

00:11:41: Speaker: Genau so!

00:11:41: Speaker: Das wäre ja.

00:11:42: Speaker: Wäre ja schön, weil dann hast du ja alles unter einem.

00:11:45: Speaker: Unter einem Dach.

00:11:46: Speaker: Der Hund hat seinen Spaß und ist

00:11:48: Speaker: trotzdem ansprechbar und

00:11:49: Speaker: abrufbar.

00:11:50: Speaker: Das ist ja das Idealbild und

00:11:51: Speaker: nicht der Hund, der sich nicht

00:11:52: Speaker: mehr bewegen darf Und das diese

00:11:55: Speaker: Freude halt oft auch

00:11:57: Speaker: fehlinterpretiert wird.

00:11:58: Speaker: Das Leute wirklich denken, der Hund, der beim Spaziergang schon

00:12:02: Speaker: in der Tür steht, genau nach dem was du da genannt hast, der

00:12:05: Speaker: steht da und freut sich und wedelt und ist ganz aufgeregt.

00:12:09: Speaker: Das ist lästig, das will ich nicht.

00:12:10: Speaker: Also nehmen die sieben acht.

00:12:11: Speaker: Das muss er auch verstehen.

00:12:13: Speaker: Genau der darf sich nicht freuen.

00:12:15: Speaker: Der wird sich freuen.

00:12:16: Speaker: Scheiße!

00:12:17: Speaker: Check das doch!

00:12:18: Speaker: Wir haben Inflation.

00:12:19: Speaker: Mann.

00:12:20: Speaker: Ja, ich.

00:12:21: Speaker: Ich kann es halt auch nicht

00:12:22: Speaker: verstehen, warum der sich da

00:12:24: Speaker: nicht freuen darf und warum das

00:12:25: Speaker: dann gleich wieder interpretiert

00:12:26: Speaker: wird als der Hund ist irgendwie

00:12:27: Speaker: drüber.

00:12:28: Speaker: Vielleicht ist das der Hund ist drüber und ist so gestresst, der

00:12:31: Speaker: kommt dann nicht mehr runter.

00:12:33: Speaker: Das ist ja auch ganz viel.

00:12:34: Speaker: Das ist ja auch, wenn Kinder

00:12:35: Speaker: einmal ausrasten vor Freude,

00:12:37: Speaker: dann kann Justin nicht mehr

00:12:38: Speaker: schlafen?

00:12:38: Speaker: Oder ist gemeint?

00:12:39: Speaker: Keine Namen, Keine Namen?

00:12:43: Speaker: Nein, Aber dann kann er nicht mehr schlafen oder so, weißt du.

00:12:47: Speaker: Ja, also klar, dass man das irgendwie einfangen muss.

00:12:50: Speaker: Darum geht es ja nicht, dass man dem Ganzen einen Rahmen gibt,

00:12:53: Speaker: der erlaubt ist, dass er nicht total drüber ist.

00:12:55: Speaker: Ich will es auch keinen hoch gestressten Hund.

00:12:56: Speaker: Aber woran erkennen wir denn den

00:12:58: Speaker: Stress und die Freude an der

00:12:59: Speaker: Optik?

00:13:00: Speaker: Das kann man ja vielleicht auch mal so ein bisschen.

00:13:03: Speaker: Also ich sehe, ich kann sowas

00:13:05: Speaker: immer schlechter beschreiben als

00:13:06: Speaker: du.

00:13:06: Speaker: Ich finde, es ist nah beieinander für ungeübte Blicke.

00:13:09: Speaker: Das ist, glaube ich, ein Problem daran.

00:13:10: Speaker: Das stimmt.

00:13:11: Speaker: Ich finde, dass du mit diesem

00:13:12: Speaker: Film, was man ja als

00:13:13: Speaker: Stressreaktion umschreibt,

00:13:16: Speaker: dieses Fiddeln, was man als

00:13:18: Speaker: Stressreaktion halt sieht und

00:13:21: Speaker: beschreibt.

00:13:21: Speaker: Da siehst du ja eher abgehackte Bewegungen.

00:13:26: Speaker: Ja, der Hund ist insgesamt ein bisschen angespannter und die

00:13:29: Speaker: Bewegungen halt nicht so weich und fluffig wie bei einem Hund,

00:13:31: Speaker: der jetzt spielt im Vergleich.

00:13:33: Speaker: Wenn du einen Hund hast, der

00:13:35: Speaker: eine lustige Spielerfahrung

00:13:36: Speaker: macht, bewegt er sich

00:13:38: Speaker: tatsächlich etwas fluffiger und

00:13:40: Speaker: hat auch in der Regel etwas

00:13:41: Speaker: andere Mimik.

00:13:42: Speaker: Das Gesicht ist weicher und lockerer und das, finde ich,

00:13:45: Speaker: sieht man viel.

00:13:46: Speaker: Dieses Lächeln und so, das ist

00:13:49: Speaker: so ein ganz anderes, gestresstes

00:13:50: Speaker: Lächeln als Hey, cool, wir gehen

00:13:51: Speaker: raus.

00:13:52: Speaker: Genau.

00:13:53: Speaker: Also Stress, Mimik finde ich, ist sehr extrem.

00:13:56: Speaker: Mit dem muss man aber üben, ne?

00:13:58: Speaker: Ja, so eine Blickschulung.

00:13:59: Speaker: Stress gegen Freude musst du üben.

00:14:01: Speaker: Tatsächlich?

00:14:02: Speaker: Nicht unbedingt.

00:14:03: Speaker: Also ich finde ja.

00:14:04: Speaker: Ja. Also gut, ich sehe es natürlich auch immer.

00:14:06: Speaker: Aber wenn du sagt sie nach

00:14:07: Speaker: zwanzig Jahren Berufserfahrung,

00:14:09: Speaker: also Stress und Mimik muss man

00:14:11: Speaker: nicht üben.

00:14:11: Speaker: Das kann jeder.

00:14:12: Speaker: Ja, man muss es ja.

00:14:13: Speaker: Also natürlich musst du sagen, musst du deinen Blick schulen?

00:14:16: Speaker: Ja, klar.

00:14:17: Speaker: Und du musst auch lernen, drauf zu hören.

00:14:18: Speaker: Weil ich finde, das ist auch.

00:14:21: Speaker: Und es sind auch feine Nuancen.

00:14:22: Speaker: Und je plüschiger dein Tier ist, umso mehr verlierst du auch noch

00:14:25: Speaker: an feinen Nuancen.

00:14:26: Speaker: Das muss man ja auch sagen.

00:14:28: Speaker: Also das ist natürlich immer so ein Ding da von den ganzen

00:14:29: Speaker: Hunderassen mit mit langem Fell und mit vielen Falten und

00:14:33: Speaker: eigentlich in anderen Dingen.

00:14:34: Speaker: ja. Die haben natürlich eine andere Mimik als ein Ja.

00:14:37: Speaker: Ist doch so, wenn man erst mal

00:14:39: Speaker: in die Klammer in den Hals

00:14:40: Speaker: stecken muss.

00:14:41: Speaker: Also hier so in die Nackenfalte, damit man überhaupt sieht.

00:14:44: Speaker: Wollte der hecheln oder was?

00:14:46: Speaker: Aber der kann immer noch seine

00:14:48: Speaker: Ohren nach vorne oder nach

00:14:49: Speaker: hinten klappen.

00:14:50: Speaker: Oder so popelig verzichtet.

00:14:53: Speaker: Ich kann das nicht.

00:14:54: Speaker: Na ja, ein bisschen kann er die Ohren doch noch bewegen.

00:14:57: Speaker: Wir sagten ja auch politisch nicht einwandfrei heute.

00:15:00: Speaker: So nein.

00:15:00: Speaker: Aber die, die normale Stressmimik.

00:15:02: Speaker: Stellt euch einen ganz normalen Hund vor, der sieht also größere

00:15:07: Speaker: Pupillen hat er auch bei Freude, dass er sich sicherlich auf

00:15:10: Speaker: irgendetwas freuen kann, was halt beim Stressgesicht ist.

00:15:14: Speaker: Und diese sehr stark nach hinten gezogenen Lefzen, das hat schon

00:15:18: Speaker: auch Falten im Gesicht.

00:15:20: Speaker: Wenn das jetzt ein Hund ist, der nicht voller Haare im Gesicht

00:15:22: Speaker: ist, dann sieht man oft gerade so unter den Augen auch so eine

00:15:25: Speaker: Stressfalte dann ja, dass das, dass das Gesicht wie so ein

00:15:31: Speaker: Grinsen verzerrt ist quasi.

00:15:33: Speaker: Also du siehst dann die Zähne

00:15:34: Speaker: richtig abgehackt und die Ohren,

00:15:37: Speaker: die sind manchmal je nach Rasse

00:15:38: Speaker: halt so nach hinten geklappt,

00:15:40: Speaker: dass sie sich hinten schon fast

00:15:40: Speaker: wieder berühren.

00:15:41: Speaker: Das ist auch so ein typisches

00:15:43: Speaker: Zeichen für diese

00:15:44: Speaker: Stressgesichter.

00:15:45: Speaker: Und ein Hund, der sich freut,

00:15:47: Speaker: der hat einen ganz anderen,

00:15:49: Speaker: weicheren Gesichtsausdruck

00:15:50: Speaker: dabei.

00:15:51: Speaker: Wie gesagt, auch größer ist auch

00:15:52: Speaker: oft besser ansprechbar, finde

00:15:53: Speaker: ich dabei.

00:15:54: Speaker: Vielleicht nicht in der ersten

00:15:55: Speaker: Runde, wenn er gerade so in

00:15:56: Speaker: seinem Flash ist, aber irgendwie

00:15:58: Speaker: anders abrufbar.

00:16:00: Speaker: Also es gibt ja dann auch diese

00:16:01: Speaker: Sache mit dem positiven und

00:16:02: Speaker: negativen Stress.

00:16:03: Speaker: Klar, wenn du einen positiven

00:16:04: Speaker: Stress hast, ist ja eine

00:16:06: Speaker: Vorfreude, wenn wir wissen, wir

00:16:08: Speaker: fahren morgen in Urlaub und da

00:16:09: Speaker: wollte ich schon immer mal in so

00:16:11: Speaker: ne.

00:16:12: Speaker: Ja, das ist ja, das haben wir ja auch.

00:16:14: Speaker: Und was ist schlimm daran, wenn

00:16:15: Speaker: man eine Vorfreude hat auf

00:16:17: Speaker: irgendetwas, Auf eine tolle

00:16:18: Speaker: Mahlzeit, auf einen tollen

00:16:19: Speaker: Kauknochen.

00:16:20: Speaker: So, und das wird dann alles unterbunden.

00:16:23: Speaker: Ich glaube, wie du sagst, einmal

00:16:24: Speaker: aus Ich entscheide, wann du dich

00:16:26: Speaker: freust.

00:16:26: Speaker: Oder auch ich entscheide, wann du gestresst bist.

00:16:29: Speaker: Ganz viele Sachen, finde ich, kriegt man auch, wo du eben

00:16:32: Speaker: Kontrollwahn hattest, auch natürlich unter diesem Aspekt.

00:16:36: Speaker: Darf mein Hund sich mit und bei anderen freuen?

00:16:39: Speaker: Ist auch so, das habe ich ja auch nie.

00:16:41: Speaker: Keine Leckerlies von Fremden, die keine Leckerlis von ihnen.

00:16:45: Speaker: Hier wird er eh nichts nehmen.

00:16:46: Speaker: Hab ich ganz oft.

00:16:48: Speaker: Aber dann nimmt er doch, wenn er dürfte und du machst halt

00:16:50: Speaker: einfach einen netten Ausklang oder weiß, jetzt hat er eh schon

00:16:53: Speaker: drei Minuten keinen Stress mehr gehabt hier, weil nur Palaver

00:16:56: Speaker: war oder so und eigentlich ist er gar nicht so schlimm drauf

00:16:59: Speaker: und freut sich auch, wenn du dich halt hin hockst und nicht

00:17:02: Speaker: von oben über die Nase sagt willst du gehst oder so, ne?

00:17:05: Speaker: Ja und natürlich nehmen die die dann ja sehr sehr viele.

00:17:08: Speaker: Oh, hat er ja noch nie gemacht.

00:17:10: Speaker: Aber das hängt halt auch sehr viel davon ab, dass man das

00:17:12: Speaker: schon vorher ganz anders erwartet und das halt wirklich,

00:17:16: Speaker: wie du schon sagst, viele da auch ein Problem mit haben.

00:17:18: Speaker: Also das heißt jetzt auch nicht,

00:17:19: Speaker: dass jeder Hinz und Kunz da

00:17:20: Speaker: meine Hunde füttern soll

00:17:21: Speaker: unterwegs.

00:17:22: Speaker: Nein, ich habe das auch schon mal erzählt, dass ich mal

00:17:24: Speaker: tatsächlich erlebt habe, dass ich im Wald spazieren war.

00:17:27: Speaker: Und da kam mir ein Mann entgegen, der hatte keinen Hund,

00:17:29: Speaker: gar nichts und sprach mich an!

00:17:30: Speaker: Oh, das sind ja schöne Hunde.

00:17:31: Speaker: Darf ich sie füttern?

00:17:32: Speaker: Ich sagte nein, weil ich es doch komisch fand.

00:17:35: Speaker: Also es kann ja sein, dass der einfach Hunde mochte und selbst

00:17:37: Speaker: keinen halten konnte.

00:17:39: Speaker: Aber ich habe es als unangenehm empfunden, dass irgendjemand

00:17:42: Speaker: meinem Hund Leckerchen hat.

00:17:44: Speaker: Ja, genau.

00:17:45: Speaker: Aber so an sich.

00:17:46: Speaker: Wenn ich meine Hunde jetzt hier mal mit habe oder irgendeiner

00:17:50: Speaker: von den ganzen Leuten, die die immer so dabei sind, mein Hund

00:17:53: Speaker: Leckerchen geben, also die vertragen natürlich alles anders

00:17:56: Speaker: ist, wenn ich einen Allergiker habe auch wieder klar.

00:17:58: Speaker: Aber mir geht es nicht darum,

00:17:59: Speaker: dass ich Angst habe, mein Hund

00:18:01: Speaker: würde mich nicht mehr lieben,

00:18:02: Speaker: nur weil er mal von einem

00:18:03: Speaker: anderen ein Leckerchen kriegt

00:18:04: Speaker: oder so.

00:18:05: Speaker: Also da denke ich mir immer Hä?

00:18:07: Speaker: Was ist das Problem?

00:18:08: Speaker: Wenn warum soll der von anderen nichts nehmen?

00:18:10: Speaker: Es ist ja sogar vielleicht hilfreich, wenn ein Hund kann ja

00:18:14: Speaker: echt mal sein.

00:18:14: Speaker: Er kommt ja, Du bist im Urlaub.

00:18:16: Speaker: Irgendwo knallt es hilfreich, wenn man dran kommt.

00:18:18: Speaker: Stell dir mal vor, du kriegst ihn nie wieder.

00:18:20: Speaker: Und wenn.

00:18:20: Speaker: Wenn der Hund sich von Fremden anfassen lässt?

00:18:22: Speaker: Finde ich gar nicht so blöd.

00:18:23: Speaker: Ja. Nächster Punkt finde ich, der ganz extrem dabei ist, ist

00:18:27: Speaker: dann ja auch das Belohnung entfernt wird eine Belohnung für

00:18:31: Speaker: erwünschtes Verhalten, weil es ja normal ist, dass er das tut.

00:18:35: Speaker: Genau.

00:18:35: Speaker: Ich weiß nicht, aus welcher

00:18:37: Speaker: intrinsischen Motivation ein

00:18:38: Speaker: Hund es normal findet, neben mir

00:18:40: Speaker: bei Fuß zu gehen und Sitz zu

00:18:41: Speaker: machen.

00:18:41: Speaker: Ich weiß nicht, was er da hätte

00:18:43: Speaker: denken sollen, dass er das als

00:18:46: Speaker: Mensch.

00:18:46: Speaker: Heute denke ich, ich mache was richtig Cooles für mich.

00:18:50: Speaker: Ich gehe nebenher extra langsam und dann setze ich mich hin.

00:18:54: Speaker: Toll Ist einfach dumm.

00:18:56: Speaker: Also warum sollte er das tun?

00:18:58: Speaker: Das ist jetzt kein wir stecken da nur Kekse rein, sondern

00:19:00: Speaker: Belohnung muss sein und das wird ja sehr extrem weggenommen.

00:19:04: Speaker: Finde ich bei diesem

00:19:05: Speaker: Erziehungsstil bloß nicht

00:19:07: Speaker: normal.

00:19:07: Speaker: Bloß keine Leckerchen, bloß nicht diese Kekse.

00:19:10: Speaker: Aber ich verstehe es auch nicht.

00:19:12: Speaker: Also ich habe vor einer Weile.

00:19:13: Speaker: Ich vermute, dass du es fachlich verstehst, was dahinter steckt.

00:19:16: Speaker: Also.

00:19:17: Speaker: Aber dass du es idiotisch findest.

00:19:18: Speaker: Ja, also, es geht.

00:19:19: Speaker: Fachlich wird immer argumentiert.

00:19:21: Speaker: Ich möchte meinen Hund aber nicht bestechen.

00:19:22: Speaker: Und um das jetzt mal klarzustellen Eine Bestechung

00:19:25: Speaker: zeige ich vorher.

00:19:26: Speaker: Ich sage meinem Hund Guck mal,

00:19:27: Speaker: die Mutti hat einen Keks und du

00:19:29: Speaker: jetzt Sitz machst, dann kriegst

00:19:30: Speaker: du den BittebitteBitte machst du

00:19:32: Speaker: jetzt.

00:19:32: Speaker: Das ist eine Bestechung.

00:19:33: Speaker: Wenn ich meinen Hund aber

00:19:34: Speaker: beigebracht habe, dass er Sitz

00:19:36: Speaker: macht und danach eine Belohnung

00:19:38: Speaker: bekommt, dann ist es eine

00:19:39: Speaker: Belohnung, wenn er ein

00:19:40: Speaker: Leckerchen kriegt.

00:19:40: Speaker: Das ist schon ein Unterschied.

00:19:42: Speaker: Ich möchte meinem Hund nicht beibringen, dass er nur kommt,

00:19:44: Speaker: wenn ich die die Hand in die Tasche halte und da irgendwie

00:19:48: Speaker: mit der Tüte knister.

00:19:49: Speaker: Dann ist Bestechung.

00:19:50: Speaker: Genau dann ist es ein schlecht aufgebauter Rückruf.

00:19:52: Speaker: Im Grunde ist es auch eine klassische Konditionierung.

00:19:54: Speaker: Überhaupt bestechlich sind in

00:19:56: Speaker: der Art, wie wir bestechlich

00:19:57: Speaker: empfinden.

00:19:58: Speaker: Das kommt ja dann dazu.

00:19:59: Speaker: Aber dass ein Hund absolut für

00:20:01: Speaker: nichts belohnt wird, was er

00:20:03: Speaker: richtig macht.

00:20:04: Speaker: Ich verstehe diesen Sinn nicht.

00:20:05: Speaker: Ich glaube, es ist einfach so eine, so eine Grundhaltung.

00:20:08: Speaker: Ich will, dass der mir gehorcht, weil er mich lieb hat.

00:20:10: Speaker: Aber wenn du dich so benimmst, dann hat er dich nicht lieb.

00:20:13: Speaker: So Ja, nee, muss man ja auch mal ganz klar sagen.

00:20:16: Speaker: Und ich finde, dann hast du ja, wie du schon öfter auch betont

00:20:20: Speaker: hast, diese Tiere logischerweise würde Wölfe auch machen.

00:20:23: Speaker: Würde Alma auch machen würde.

00:20:24: Speaker: Jemma auch machen die relativ

00:20:26: Speaker: lange diesen Stiefel ja erstmal

00:20:29: Speaker: irgendwie tolerieren und dann

00:20:30: Speaker: wird es ja auch nicht von heute

00:20:31: Speaker: auf morgen von Ich hasse dich

00:20:33: Speaker: oder Ich finde alles scheiße,

00:20:34: Speaker: was du tust, sondern es wird ja

00:20:36: Speaker: ist ja so ein schleichender

00:20:38: Speaker: Prozess dann wo man sich denkt

00:20:39: Speaker: Hä?

00:20:39: Speaker: Also ich finde immer lustig, wenn ich solche Leute dann nach

00:20:42: Speaker: einer gewissen Zeit wieder sehe und mir denke Hä?

00:20:45: Speaker: Vor nem halben Jahr konnten die

00:20:47: Speaker: doch aber easy miteinander

00:20:48: Speaker: spielen.

00:20:49: Speaker: Ja, vor drei Monaten ist er doch einfach friedlich reingekommen,

00:20:53: Speaker: hat sich hingelegt und war doch gar kein Ding.

00:20:56: Speaker: Ja oder?

00:20:57: Speaker: Vor drei Monaten durfte der doch einfach auch mal schnüffeln an

00:21:00: Speaker: mir, ohne dass.

00:21:01: Speaker: Halt, stopp!

00:21:02: Speaker: Nicht, Der beißt gleich oder so!

00:21:04: Speaker: Ja, gibt's ja auch so, das springt ja total über.

00:21:07: Speaker: Und dann fragt man sich immer Und wenn?

00:21:09: Speaker: Und dann kriege ich sehr oft die Antwort, wenn ich sage Aber

00:21:13: Speaker: warum nicht oder so?

00:21:15: Speaker: Oder was ist denn die Idee dahinter?

00:21:16: Speaker: Oder was ist denn passiert?

00:21:18: Speaker: Man soll ja auch nicht immer von

00:21:19: Speaker: Vorsatz sprechen, sondern was

00:21:20: Speaker: ist passiert?

00:21:22: Speaker: Und dann kommt ja wenig zu dem, wie es dazu kam.

00:21:27: Speaker: Dann kommt ja nur eine ganze Salve an die Schnur.

00:21:31: Speaker: Muss enger, der Druck muss härter.

00:21:33: Speaker: Ja, der darf sich gar nicht mehr

00:21:35: Speaker: damit, dass nicht noch mehr

00:21:36: Speaker: überbordet.

00:21:38: Speaker: Ja, das stimmt.

00:21:39: Speaker: Also dieses Weglassen.

00:21:40: Speaker: Ich habe mal, ist auch schon

00:21:42: Speaker: eine Weile her mit jemandem

00:21:44: Speaker: jemandem Training gehabt, wo der

00:21:46: Speaker: Hund super erzogen war und

00:21:48: Speaker: plötzlich halt auch mit sieben

00:21:49: Speaker: acht Jahren nichts mehr machte

00:21:51: Speaker: von dem, was er eigentlich alles

00:21:52: Speaker: schon konnte.

00:21:53: Speaker: Und die waren auch relativ frustriert, die Leute.

00:21:55: Speaker: Und tatsächlich war das der einzige Grund.

00:21:57: Speaker: Die haben gedacht ja gut, er kann alles.

00:21:59: Speaker: Wir haben nie wieder irgendwo

00:22:01: Speaker: mal Leckerchen mitgenommen oder

00:22:02: Speaker: irgendwas oder ein Spielzeug

00:22:04: Speaker: oder irgendeine Belohnung dabei

00:22:05: Speaker: gehabt.

00:22:06: Speaker: Die haben halt immer nur, wenn er was gut gemacht hat, zwar ab

00:22:08: Speaker: und zu mal gesagt ja fein, aber mehr halt auch nicht.

00:22:10: Speaker: Und wir haben festgestellt, das hat sich für den Hund einfach

00:22:12: Speaker: nicht mehr gelohnt.

00:22:13: Speaker: Dieses bei Fuß Sitz Platz, was man halt so übt.

00:22:16: Speaker: Genau, es hat sich nicht gelohnt.

00:22:17: Speaker: Rückruf.

00:22:17: Speaker: Der ist halt irgendwann wiedergekommen.

00:22:19: Speaker: Es war jetzt nicht so, dass der dann weg war, aber nicht mehr so

00:22:21: Speaker: wie damals beim ersten Rufen.

00:22:22: Speaker: Schwupp, war er da.

00:22:23: Speaker: Und als wir wieder angefangen haben, hin und wieder, muss ja

00:22:27: Speaker: nicht für jedes Sitz gleich ein Kilo Fleischwurst sein.

00:22:30: Speaker: Aber hin und wieder Belohnungen einzusetzen.

00:22:32: Speaker: Ach schwupp, plötzlich hörte der

00:22:34: Speaker: Hund wieder und es war halt eine

00:22:36: Speaker: tolle Erkenntnis, dass das halt

00:22:37: Speaker: ja leider so einfach ist

00:22:39: Speaker: manchmal.

00:22:40: Speaker: Und was ich auch hatte, was ich eben sagen wollte, sich auch mal

00:22:42: Speaker: vor einiger Zeit mit jemandem sprach, wo der Hund tatsächlich

00:22:46: Speaker: auch, also gesundheitlich magenmäßig nicht so wahnsinnig

00:22:50: Speaker: viel Leckerchen verträgt und auch nicht so unheimlich viel

00:22:55: Speaker: nebenbei bekommen darf.

00:22:57: Speaker: Also akut momentan und in der Hoffnung, dass das irgendwann

00:23:00: Speaker: besser wird und die Leute halt auch sagten Was wären wir froh,

00:23:04: Speaker: wenn wir den einfach nur mit Leckerchen belohnen dürften.

00:23:07: Speaker: Es ist so einfach und ich verstehe die Leute nicht, die,

00:23:10: Speaker: die das einfach nicht machen.

00:23:12: Speaker: Aus Prinzip.

00:23:12: Speaker: Es ist doch so schön, die sollen

00:23:14: Speaker: doch alle froh sein, wenn sie es

00:23:15: Speaker: können.

00:23:15: Speaker: Die wären so dankbar, wenn sie es endlich wieder können mit

00:23:18: Speaker: ihrem Hund so praktikabel ist.

00:23:20: Speaker: Genau.

00:23:20: Speaker: Es ist so einfach.

00:23:21: Speaker: Warum?

00:23:21: Speaker: Was ist denn das Problem?

00:23:23: Speaker: Mal ein paar Kekse in der Tasche zu haben.

00:23:25: Speaker: Was ist das?

00:23:25: Speaker: Ich verstehe es echt nicht.

00:23:26: Speaker: Ich verstehe.

00:23:27: Speaker: Mal abgesehen von den Krümeln.

00:23:28: Speaker: Vor allem sagen das die Leute,

00:23:30: Speaker: die dann selber irgendwie

00:23:31: Speaker: denken.

00:23:32: Speaker: Und auf der Arbeit.

00:23:33: Speaker: Wenn einer Kekse mitbringt, dann brauche ich ihn.

00:23:35: Speaker: Genau.

00:23:35: Speaker: Und weißt du, neulich, da hat

00:23:36: Speaker: mein Chef, als ich was richtig

00:23:38: Speaker: gut gemacht hab, mir einen

00:23:39: Speaker: Tankgutschein gegeben.

00:23:40: Speaker: Voll toll.

00:23:41: Speaker: Und am Wochenende kommen die

00:23:42: Speaker: nach Hause und müssen sich mal

00:23:43: Speaker: richtig belohnen.

00:23:44: Speaker: Da werden noch Chips gefressen

00:23:45: Speaker: und noch eine Flasche Wein

00:23:47: Speaker: aufgemacht.

00:23:48: Speaker: Das ist ja auch eine Belohnung für uns.

00:23:50: Speaker: Genau.

00:23:51: Speaker: Ja. Also Hunde dürfen es nicht.

00:23:53: Speaker: Weil die sind ja in der Nahrungskette.

00:23:54: Speaker: Sind die ja total weit oben.

00:23:55: Speaker: Was dann schwierig ist, ist, finde ich, dass ich tatsächlich

00:23:59: Speaker: ausnahmslos in meinem Kundenkreis niemanden kenne.

00:24:03: Speaker: Also ich habe auch nicht

00:24:04: Speaker: tagtäglich diese

00:24:05: Speaker: Verhaltensgespräche, muss ich

00:24:06: Speaker: sagen.

00:24:07: Speaker: Also a würge ich die irgendwann ab und überweise die freundlich

00:24:10: Speaker: an jemanden mit Kompetenz, der gerade zu meiner Linken sitzt.

00:24:13: Speaker: Und b ist das ja auch nicht das Thema.

00:24:17: Speaker: Aber man hat ja manchmal welche,

00:24:19: Speaker: wo man das anspricht oder sagt

00:24:21: Speaker: So, Hm.

00:24:22: Speaker: Aber schon hier ein bisschen

00:24:23: Speaker: herausfordernd, so in der Art

00:24:25: Speaker: Nee, es gibt niemanden, der sich

00:24:28: Speaker: vorstellen kann, dass das mit

00:24:30: Speaker: Freude und Leichtigkeit und

00:24:32: Speaker: weniger Druck sich verbessern

00:24:34: Speaker: kann.

00:24:34: Speaker: Keinen, keinen, keinen, keinen.

00:24:36: Speaker: Das finde ich extrem traurig, dass dieses nicht drin ist.

00:24:41: Speaker: Und wenn ich jetzt natürlich an

00:24:43: Speaker: Instagram denke und ich google,

00:24:45: Speaker: mein Hund hört nicht, in welche

00:24:47: Speaker: Bubble ich dann abrutsche, in

00:24:49: Speaker: welches Halbwissen ich

00:24:51: Speaker: abrutsche.

00:24:51: Speaker: Man sieht es ja auch, also.

00:24:54: Speaker: Aber man darf auch nicht

00:24:55: Speaker: vergessen, es gibt genug Leute,

00:24:56: Speaker: die bei Instagram auch Geld

00:24:58: Speaker: verdienen, die auch einfach nur

00:24:59: Speaker: vielleicht gute Videos machen

00:25:01: Speaker: können.

00:25:01: Speaker: Das ist Marketing.

00:25:02: Speaker: Die müssen nicht gute Hundetrainer sein.

00:25:04: Speaker: Das ist halt der eine.

00:25:06: Speaker: Also ich kann leider keine Videos machen, dafür kann ich

00:25:08: Speaker: vielleicht andere Sachen, aber dafür können sie Hundetraining.

00:25:11: Speaker: Aber es ist halt.

00:25:12: Speaker: Es heißt ja nicht, dass jemand,

00:25:13: Speaker: der tolle Videos macht, gleich

00:25:14: Speaker: einen Scheiß.

00:25:15: Speaker: Ein Hundetrainer ist auf keinen Fall sagen.

00:25:17: Speaker: Es gibt auch wirklich gute, aber

00:25:18: Speaker: es ist schwierig, weil du nach

00:25:20: Speaker: einem Algorithmus ausgespielt

00:25:21: Speaker: wirst.

00:25:22: Speaker: Und wenn du dann halt erst auch zehn Videos geguckt hast.

00:25:25: Speaker: Also du musst ja den Algorithmus, dieses eine was ich

00:25:28: Speaker: guckte, was mein Herz zerbrach quasi gleich ein hundert andere

00:25:31: Speaker: in der Art.

00:25:31: Speaker: Also du musst ja wirklich die nächsten fünf die dann kommen,

00:25:34: Speaker: einfach so schnell durchrauschen lassen, damit du denkst das

00:25:37: Speaker: wollte ich nicht, damit der Algorithmus checkt Ah, okay, das

00:25:39: Speaker: war gar nicht Thema sozusagen.

00:25:42: Speaker: Und dann fünf andere liken das.

00:25:44: Speaker: Ah, okay, Ich sollte dies auch lernen, sozusagen.

00:25:48: Speaker: Und das ist ja schwierig, weil wenn du in dieser Notwendigkeit

00:25:51: Speaker: steckst, dann liest du ja.

00:25:53: Speaker: Oder hörst du dir erstmal alles

00:25:54: Speaker: an, was irgendwie plausibel

00:25:55: Speaker: kennt.

00:25:56: Speaker: Das heißt, dein Algorithmus

00:25:57: Speaker: spinnt sich ja auch immer mehr

00:25:59: Speaker: ein, dass du ja auch denkst,

00:26:00: Speaker: rechts und links gibt es nichts

00:26:02: Speaker: davon.

00:26:03: Speaker: Also dieses in so einer Bubble, dann stecken auf Instagram und

00:26:07: Speaker: nicht mehr checken, dass man in einer Bubble steckt.

00:26:08: Speaker: Ich finde, das passiert halt auch super oft.

00:26:11: Speaker: Und Es gibt dann auch, finde ich, zu dieser Trainingsmethode

00:26:17: Speaker: sehr schnell, ja immer dieses oder überhaupt zu jeder oder

00:26:20: Speaker: auch zu einer sehr positiven Trainingsmethode ja immer sehr

00:26:24: Speaker: schnell diese Schwarz und Weiß Shitstorms, die dann darunter

00:26:27: Speaker: entstehen, die es natürlich auch nicht besser machen.

00:26:31: Speaker: Ich muss sagen, mir tun die ganzen Tiere leid, einfach nur

00:26:35: Speaker: alle, die ich sehe, die nach einem halben Jahr, ohne dass sie

00:26:38: Speaker: irgendwie heftigst traumatisiert sind, extrem viel schlechter

00:26:42: Speaker: dran sind, als sie vorher waren.

00:26:44: Speaker: Also ohne dass sie irgendein fettes Erlebnis hatten, eine

00:26:46: Speaker: furchtbare Krankheit, schmerzhafte Körper, massenhaft

00:26:51: Speaker: Medikamente, irgendwas, fünfzehn mal das Herrchen gewechselt oder

00:26:54: Speaker: so denke ich immer.

00:26:57: Speaker: Na ja, dann ist der Weg ja nicht gut.

00:26:59: Speaker: Aber der Weg geht nicht über

00:27:01: Speaker: Leichtigkeit und das ist

00:27:02: Speaker: traurig.

00:27:02: Speaker: Ja, das ist wirklich traurig.

00:27:04: Speaker: Also es ist eigentlich.

00:27:05: Speaker: Eigentlich ist es ja gar nicht so kompliziert eigentlich.

00:27:10: Speaker: Aber es wird halt auch dieses, was du sagtest vorhin.

00:27:13: Speaker: Kontrolle abgeben.

00:27:14: Speaker: Das Gefühl Liebt er mich genug?

00:27:16: Speaker: Also das ist ja schon auch was sehr Intimes.

00:27:21: Speaker: Also wie viele Menschen erhoffen sich natürlich auch beim Hund,

00:27:25: Speaker: weil das ja immer.

00:27:27: Speaker: Also das ist ja das Ding, warum haben Menschen einen Hund?

00:27:30: Speaker: Weil der dich bedingungslos liebt.

00:27:33: Speaker: Wie jetzt?

00:27:33: Speaker: Und jetzt?

00:27:33: Speaker: Liebt er meinen Nachbarn auch, oder was?

00:27:35: Speaker: Arschloch.

00:27:36: Speaker: Und ja, ist ja so, ja.

00:27:38: Speaker: Aber wenn du.

00:27:39: Speaker: Wenn du jetzt schon bei Liebe

00:27:40: Speaker: bist und diesem tiefen

00:27:41: Speaker: Vertrauen, wie entsteht das

00:27:42: Speaker: denn?

00:27:42: Speaker: Wie kommt es denn, dass wir Menschen irgendjemanden lieben

00:27:46: Speaker: und irgendjemandem vertrauen?

00:27:48: Speaker: Passiert das, weil derjenige uns

00:27:50: Speaker: unterdrückt und schlägt und

00:27:52: Speaker: beschimpft?

00:27:53: Speaker: Oder ist das vielleicht vielleicht einen anderen Grund,

00:27:55: Speaker: warum das dann ist?

00:27:56: Speaker: Also das ist ja bei den Hunden nicht anders.

00:27:58: Speaker: Also natürlich reicht es nicht, den nur zu füttern.

00:28:02: Speaker: Beim Hund ist es nur so, wenn

00:28:03: Speaker: ich jetzt daran denke, ich habe

00:28:04: Speaker: einen Partner oder so und der

00:28:06: Speaker: spricht zu Hause wochenlang

00:28:07: Speaker: nicht mit mir, weil er meint ich

00:28:08: Speaker: habe Scheiße gebaut und ich muss

00:28:10: Speaker: jetzt eine Folge zur

00:28:11: Speaker: Eheberatung.

00:28:12: Speaker: Catharina sagt dann die Scheidung einreichen.

00:28:16: Speaker: Ja, aber es ist doch so, da würde ich doch als.

00:28:17: Speaker: Als Partner oder Partnerin wäre

00:28:20: Speaker: ich doch dann weg, wenn ich

00:28:21: Speaker: irgendwie solche, ich sag mal in

00:28:22: Speaker: Anführungsstrichen

00:28:23: Speaker: Erziehungsmethoden mir

00:28:24: Speaker: vorstelle.

00:28:25: Speaker: Für uns gekauft.

00:28:27: Speaker: Ja, erst mal runterkommen, setzen.

00:28:30: Speaker: Genau.

00:28:31: Speaker: Und dann kommt derjenige nach der Kinovorstellung wieder.

00:28:34: Speaker: Bist du jetzt beruhigt?

00:28:35: Speaker: Hast du den Stress erlebt?

00:28:36: Speaker: Wir werden nicht mehr ins Kino gehen.

00:28:37: Speaker: Das war schrecklich, das war schlimm.

00:28:40: Speaker: Aber stell dir mal vor mit dem Kind So ist es doch.

00:28:41: Speaker: Du würdest das total

00:28:42: Speaker: wegignorieren, wenn sich das

00:28:44: Speaker: irgendwie freut, wenn das

00:28:45: Speaker: irgendwas vorhat oder wenn es

00:28:46: Speaker: irgendwie eine Fünf in Mathe

00:28:48: Speaker: geschrieben hat.

00:28:48: Speaker: Und du würdest jetzt zwei Monate

00:28:49: Speaker: lang das Kind zu Hause völlig

00:28:51: Speaker: ignorieren.

00:28:51: Speaker: Das darf nur noch in seinem Zimmer sitzen und zu den

00:28:53: Speaker: Mahlzeiten rauskommen und dann geht es zurück ins Zimmer.

00:28:55: Speaker: So, das ist ja auch so ein Ding.

00:28:57: Speaker: Trainingsmethode Der Hund wird

00:28:58: Speaker: zu Hause stumpf wegignoriert,

00:29:00: Speaker: der Hund gehört nicht mehr zur

00:29:02: Speaker: sozialen Gruppe.

00:29:03: Speaker: Und ja, keine Ahnung.

00:29:05: Speaker: Dadurch soll jetzt die Beziehung besser werden.

00:29:08: Speaker: Hallo.

00:29:08: Speaker: Merkt ihr noch was?

00:29:09: Speaker: Ja, und er muss auch dadurch

00:29:10: Speaker: jetzt richtig Bock auf Training

00:29:12: Speaker: haben.

00:29:12: Speaker: Total richtig.

00:29:13: Speaker: Konsequent.

00:29:14: Speaker: Friedlich, ruhig.

00:29:15: Speaker: Weil Ruhe habe ich ihm ja gezeigt.

00:29:16: Speaker: Haben ja schon einen Monat nicht angeguckt.

00:29:19: Speaker: Also ist ja ein Tag dann oder zwei oder drei am Ende.

00:29:21: Speaker: Aber das tut ja was.

00:29:22: Speaker: Die Hunde haben ja nur uns, Das dürfen wir auch nicht vergessen.

00:29:25: Speaker: Wenn ich meinen Hund überhaupt nicht beachte und dann

00:29:28: Speaker: irgendwann mal für eine halbe Stunde Training am Tag, gucke

00:29:30: Speaker: ich den Hund an oder sehe ihn aus seinem Zwinger.

00:29:33: Speaker: Natürlich freut er sich wie Bolle.

00:29:35: Speaker: Endlich komme ich hier raus.

00:29:36: Speaker: Endlich guck mich mal einer an, weil die brauchen uns.

00:29:39: Speaker: Die haben nichts anderes.

00:29:40: Speaker: Ich kann ja immer noch sagen, wenn ich jetzt irgendwie zu

00:29:42: Speaker: Hause Stress habe, Ich gehe zu einer Freundin, Das kann der

00:29:44: Speaker: Hund ja nicht.

00:29:45: Speaker: Das ist ja.

00:29:46: Speaker: Also es ist ja Psychoterror.

00:29:47: Speaker: Ich finde das ganz grausam und da soll man sich einfach mal

00:29:50: Speaker: drüber Gedanken machen, ob das als Erziehung für ein soziales

00:29:53: Speaker: Tier wirklich sinnvoll ist.

00:29:55: Speaker: Und auch logisch klingt, wenn

00:29:56: Speaker: man die ganze Schleife mal zu

00:29:57: Speaker: Ende denkt, in der man sich

00:29:59: Speaker: befindet.

00:30:00: Speaker: Wir hoffen, dass das auch vielleicht ein paar Menschen im

00:30:03: Speaker: besten Fall hören, die es nicht hören wollten, die aber

00:30:06: Speaker: vielleicht das jetzt hinterfragen und ein paar

00:30:09: Speaker: Menschen einfach vielleicht auch hören, die denken War mir gar

00:30:12: Speaker: nicht so klar.

00:30:13: Speaker: Und vielleicht gibt es ja ein

00:30:14: Speaker: paar, denen ihr das

00:30:15: Speaker: weiterempfiehlt, weil ihr denkt

00:30:16: Speaker: ja, Mensch, das ist ja der Otto

00:30:17: Speaker: von nebenan.

00:30:18: Speaker: Vielleicht sollte der Herrchen

00:30:20: Speaker: von Otto das mal hören, dass der

00:30:21: Speaker: arme Otto endlich mal wieder

00:30:23: Speaker: lachen darf.

00:30:24: Speaker: Ja, ja, wir wollten ja gar keine Namen nennen.

00:30:29: Speaker: Ich glaube den Otto.

00:30:31: Speaker: Ich kenne einen Otto.

00:30:32: Speaker: Der Otto ist lustig.

00:30:34: Speaker: Der ist sehr lustig.

00:30:34: Speaker: Ich kenne gar kein Auto.

00:30:36: Speaker: Nicht?

00:30:36: Speaker: Ich kenne einen Otto.

00:30:38: Speaker: Na gut.

00:30:40: Speaker: Ja, gut.

00:30:41: Speaker: Ja, das war's dazu.

00:30:43: Speaker: Dann müssen wir noch diese Woche sagen.

00:30:45: Speaker: Letzte Woche hatte Wölfi vom Schnee erzählt.

00:30:48: Speaker: Hatte Dr. Wölfi vom Schnee erzählt?

00:30:50: Speaker: Ja. Diese Woche könnte entweder Oma Jammer erzählen, wenn die

00:30:55: Speaker: nichts zu erzählen hat diese Woche, weil es öde war.

00:30:57: Speaker: Dann könnte auch Dr. Wölfi noch was erzählen.

00:31:02: Speaker: Also Oma Jemma kann auch noch was zum Schnee erzählen?

00:31:05: Speaker: Ja, also sie hat das sehr, sehr großen Auftrieb gegeben.

00:31:11: Speaker: Das ist so wunderbar, weil es

00:31:13: Speaker: draußen war und dass das so

00:31:14: Speaker: geglitzert hat.

00:31:15: Speaker: Und sie fand das schon wirklich schön.

00:31:16: Speaker: Da fühlt man sich zehn Jahre

00:31:18: Speaker: jünger und es hat auch Ihren

00:31:19: Speaker: Gelenken tatsächlich ganz gut

00:31:20: Speaker: getan.

00:31:21: Speaker: Hatte ich den Eindruck, dass

00:31:22: Speaker: dieses Nasskalte nicht ist, was

00:31:23: Speaker: jetzt wiederkommt.

00:31:24: Speaker: Und diese trockene Kälte, die

00:31:26: Speaker: ließ sie etwas leichtfüßiger

00:31:28: Speaker: daher gehen.

00:31:28: Speaker: Aber was wir dann doch leider

00:31:31: Speaker: auch feststellen mussten der

00:31:32: Speaker: etwas tiefere Schnee, der hat

00:31:34: Speaker: dann doch für den einen oder

00:31:34: Speaker: anderen Sturz kopfüber gesorgt,

00:31:38: Speaker: weil sie sich da leider nicht

00:31:39: Speaker: mehr so ganz bewegen konnte, so

00:31:41: Speaker: geschmeidig, wie sie es sich

00:31:43: Speaker: erträumt hat.

00:31:44: Speaker: Deswegen sollst du sie jetzt

00:31:45: Speaker: auch zu Hause an der Leine

00:31:46: Speaker: halten, dass sie nicht mehr den

00:31:47: Speaker: Schnee geht.

00:31:48: Speaker: Wir gehen.

00:31:48: Speaker: Die ist nur noch an der haben wir jetzt im Keller eingesperrt,

00:31:51: Speaker: damit sie auch weiß, wer der Rudelführer ist oder was.

00:31:54: Speaker: Genau.

00:31:55: Speaker: Genau.

00:31:55: Speaker: Das Fazit Dachse sind krass.

00:31:59: Speaker: Fazit Zwei sind krass.

00:32:03: Speaker: Ich präsentiere.

00:32:04: Speaker: Ey, Alter, Ey, Digga, Der weiße Schwarze.

00:32:07: Speaker: Dein Gesicht.

00:32:08: Speaker: Voll krass, Alter.

00:32:11: Speaker: Und wie die Homies.

00:32:12: Speaker: Nee, Bist du doof?

00:32:17: Speaker: Und Fazit zwei Hundetraining.

00:32:22: Speaker: Was?

00:32:22: Speaker: In der vollständigen

00:32:24: Speaker: Unterdrückung von

00:32:25: Speaker: Selbstständigkeit und Emotionen

00:32:27: Speaker: ist, mit dem vermeintlichen

00:32:28: Speaker: Ziel, dem Hund dadurch

00:32:30: Speaker: Entspannung zu bringen, dass er

00:32:33: Speaker: keine Spitzen mehr in seinem

00:32:36: Speaker: Leben erlebt.

00:32:37: Speaker: Sagen wir mal, ist ein sehr,

00:32:39: Speaker: sehr großer Trugschluss, der oft

00:32:41: Speaker: auch mit sehr fehlgeleiteter

00:32:43: Speaker: Mimik einhergeht.

00:32:44: Speaker: Also die wir fehlgeleitet

00:32:46: Speaker: interpretieren, der sicherlich

00:32:48: Speaker: auch schnell begründet ist,

00:32:50: Speaker: indem man in so einer gehorchen

00:32:51: Speaker: mehr Bubble stecken bleibt und

00:32:54: Speaker: da nicht rauskommt, weil nämlich

00:32:55: Speaker: sich die Probleme zu Hause

00:32:57: Speaker: häufen.

00:32:58: Speaker: Und je mehr Probleme man hat,

00:33:00: Speaker: umso schwerer fällt es ja, den

00:33:01: Speaker: Menschen Druck rauszunehmen und

00:33:03: Speaker: Kontrolle rauszunehmen und seine

00:33:05: Speaker: eigenen Bedürfnisse

00:33:06: Speaker: zurückzustellen und zu gucken

00:33:07: Speaker: was braucht der andere

00:33:08: Speaker: eigentlich?

00:33:10: Speaker: Und dementsprechend sollte man

00:33:12: Speaker: da Abstand von nehmen und nicht

00:33:14: Speaker: sagen der Hundetrainer, der ist

00:33:16: Speaker: netter, Macht ist per se dumm

00:33:17: Speaker: und scheiße.

00:33:19: Speaker: Danke.

00:33:20: Speaker: Ja so, das war zu dieser Woche.

00:33:23: Speaker: Nächste Woche haben wir gesagt Sprechen wir über was?

00:33:27: Speaker: Eine Kacke zu Hause?

00:33:30: Speaker: Ja, über Pipi und Kacka.

00:33:34: Speaker: Unfälle, die zu Hause passieren.

00:33:35: Speaker: Die eigentlich nichts mit Stubenunreinheit und

00:33:38: Speaker: Welpentraining zu tun haben.

00:33:40: Speaker: Und sonst gibt es noch nichts weiter, glaube ich anzukündigen.

00:33:46: Speaker: Oder hast du noch was Hausmeisterliches?

00:33:48: Speaker: Nee, im Moment fällt mir nichts ein.

00:33:50: Speaker: Alles klar.

00:33:50: Speaker: Dann würde ich sagen, sagen wir.

00:33:52: Speaker: In diesem Sinne freuen wir uns ganz besonders auf nächste Woche

00:33:56: Speaker: Sonntagmorgen, wenn es wieder heißt Good morning, pizz.